Das Basler Stadtoriginal
19.12.1935 - 25.12.2003


Wer hat ihn nicht gekannt, unser Stadtoriginal mit der reich mit Pins und Blaggetten verzierten Uniform und seinem grünen Mini-Auteli, mit dem er immer unterwegs war. Immer gut gelaunt, stets mit anständig-frech-frivol-lustigen Sprüchen ausgerüstet, hat man das Stadt-Original beim FCB-Spiel, an der MUBA oder im Familiengarten Basel-West, im Klein- oder Grossbasel, in der Quartier- und ebenso in der Nobel-Baiz angetroffen.

Fritz war ein Sunneschyn besondrer Art: Mit "Firma Blueme-Fritz" hat er sich jeweils angemeldet, das Handy in der linken, das Steuerrad in der rechten Hand: "Ich ha jetz kai Zyt – lüt spööter nomol aa!" meinte er dann und tuckerte mit seinem Auteli los Richtung Dreispitz, um noch schnell einige Bund Rosen für die Abend-Tour zu posten. In seiner über 45-jährigen Blumenkarriere hat er unter dem Motto "Ich bi halt e Gschäftsmaa" zwar einige Rosen mehr verkauft, als er immer wieder verschenkt hat. Reich ist er dabei aber nicht geworden und immer wieder startete er Aktionen, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen am Rande unserer Gesellschaft ein bisschen mehr Lebensfreude zu vermitteln. So dachte er häufig an seine recht schwierige Jugendzeit in den Heimen zurück, die in seinem von Hansruedi Lerch verfassten Buch "Mehr als ein Original" prägnant beschrieben ist. Sein Leitmotiv, sich nie aufzugeben, hat er ein Leben lang beispielhaft praktiziert: alle Höhen und Tiefen seines Lebens hat er mit grossem Engagement, Durchhaltewillen und positiver Lebenseinstellung gemeistert. Ohne dass er je von einer Sozialinstitution unterstützt worden wäre, verdiente er seinen Lebensunterhalt allein durch den Rosenverkauf und in den letzten Jahren durch das Malen seiner farbenprächtigen Bilder. In seinen Bildern lachen alle Gesichter, die Kinder, die Blumen, die Spieler des FCB, die ganze Welt. Durch sie wird uns Fritz immer in guter Erinnerung bleiben.